Gabriele Stötzer: Dabei sein und nicht schweigen - Ausstellung im Gropius Bau
Die Ausstellung unterstreicht mit rund 150 Arbeiten die Vielfalt Stötzers experimentellen Schaffens und versteht sich als Impuls für die überfällige breitere Rezeption dieser wegweisenden Künstlerin. Quelle: Gropius Bau
Gabriele Stötzer, beim Rundgang in der Ausstellung - vor ihren Bildern
Ehrung für Künstlerin Gabriele Stötzer„Kein Schwein hat sich für mich interessiert“
Ehrung für Künstlerin Gabriele Stötzer„Kein Schwein hat sich für mich interessiert“
Als erste ostdeutsche Künstlerin erhält Gabriele Stötzer den Goslarer Kaiserring. Ein Gespräch über späte Anerkennung und die Kraft der Frauen.
Gabriele Stötzer, geboren 1953 in Thüringen, ist Künstlerin und Schriftstellerin. In der DDR war sie aus politischen Gründen in Haft, leitete eine private Galerie in Erfurt, initiierte die Erfurter Künstlerinnengruppe „ExterraXX“ und war 1989 Mitgründerin von „Frauen für Veränderung“ in Erfurt. Sie gehörte zu den vier Frauen, die im Dezember 1989 die Stasi-Bezirksverwaltung in Erfurt besetzt haben, um Aktenvernichtung durch die Staatssicherheit zu stoppen. Für ihre Vorreiterrolle im Bereich des künstlerisch-aktivistischen Arbeitens erhält sie in diesem Jahr den Goslarer Kaiserring. - in der taz - 27.01.2026 - Interview von Sarah Alberti - Quelle: tazGabriele Stötzer, beim Rundgang in der Ausstellung - selbst gestaltete Tasche Gabriele Stötzer, Verschiedene Bettbezüge - 1993/1994 - im Hintergrund ihre Bilder Besucherin vor: Stehgreifspiele - Schwarze Tränen - 1982 - Gabriele StötzerBesucherin vor: Der Schrei - Seher in der Wüste - Regenbogenfrau - 1978/1979 - Gabriele StötzerBesucherin vor: Die Auslöschung eines Blicks - Ich trage meine Wunden heute offen - 1983 - Fotos: Heike Stephan - Idee: Gabriele StötzerBesucherin vor: Undine kommt - 2025 - Gabriele StötzerBesucherin vor: Die unbotmässige Frau - 2022 - Gabriele StötzerWeisse Maske - 1990 - Gabriele StötzerWollkostüm mit Maske - 1989 - Fanta-Kleid - 1990 - Gabriele StötzerGabriele Stötzer neben ihrem Bild: Undine kommt - 2025Gabriele Stötzer neben ihrem: Skelett mit roter Maske, blutendem Herz und Uterus, 1990Besucherin vor den Bildern von Gabriele StötzerGabriele Stötzer, nachdenklich auf der Pressekonferenz
Seit über fünf Jahrzehnten setzt sich Gabriele Stötzer mit Themen wie Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Geschlecht auseinander. Ihr eigener Körper spielt dabei oft eine zentrale Rolle – nicht als Objekt, sondern als Schauplatz von Widerstand und feministischer Selbstbehauptung. Gabriele Stötzers künstlerische Praxis ist untrennbar mit ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement verbunden: Wegen einer Unterschriftenaktion wurde sie 1976 mit dem Vorwurf der „Staatsverleumdung“ in der DDR inhaftiert, woraufhin sie sich dem literarisch-künstlerischen Untergrund anschloss und später die Künstlerinnengruppe Erfurt mitbegründete. Viele ihrer Werke formulieren radikale Gegenentwürfe zu staatlicher Repression und Normierung, indem sie Grenzen unterwandern und Raum für Verletzlichkeit und Sehnsucht öffnen. Quelle: Gropius Bau
18.06.2026 - Photos © Detlev Schilke
Gabriele Stötzer: Dabei sein und nicht schweigen
Gropius Bau
19.06.2026 - 06.12.2026
Mo, Mi, Do, Fr 12:00–20:00
Sa, So 10:00–20:00
Di geschlossen
Kuratiert von Julia Grosse, freie Kuratorin, mit Christopher Wierling, Assistenzkurator, Gropius Bau; Konzept: Julia Grosse und Franziska Schmidt, Leitung Kommunale Galerien Tempelhof-Schöneberg
Ausstellungsmanagement: Sophie Winckler, Projektleitung, mit Lisa Bockius, Volontariat Ausstellungen
19.06.2026 - 06.12.2026
Mo, Mi, Do, Fr 12:00–20:00
Sa, So 10:00–20:00
Di geschlossen
Kuratiert von Julia Grosse, freie Kuratorin, mit Christopher Wierling, Assistenzkurator, Gropius Bau; Konzept: Julia Grosse und Franziska Schmidt, Leitung Kommunale Galerien Tempelhof-Schöneberg
Ausstellungsmanagement: Sophie Winckler, Projektleitung, mit Lisa Bockius, Volontariat Ausstellungen